Kinder lassen ihrer Kreativität beim Nähen im Amtshaus Westen freien Lauf

Westen – Im Mehrgenerationenhaus Amtshaus Westen ging es mal wieder heiß her: Zwölf Anfänger ließen die Nadeln der Nähmaschinen glühen und nutzten im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Dörverden die Gelegenheit, unter Anleitung von Petra Buch und Rita Herbort ihr eigenes T-Shirt oder Kleid anzufertigen.

Bunte Stofffetzen lagen auf den Tischen verteilt, und das gleichmäßige Rattern der Maschinen durchdrang den Raum. Selbst auf dem Boden steckte der Schneidernachwuchs die Stoffe zusammen. Es herrschte also emsiges Treiben im Mehrgenerationenhaus Amtshaus Westen, wobei nicht nur geschnitten, genäht, gefädelt und anprobiert, sondern auch viel gelacht und geplappert wurde.

„Hilfe, bitteee“

Doch vordergründig ließen die jungen Teilnehmer mit Begeisterung ihrer Kreativität freien Lauf und arbeiteten fleißig an ihren Werken. Besondere Nähkenntnisse mussten die Kinder und Jugendlichen dafür nicht mitbringen. Wohl aber einen Nähmaschinenführerschein besitzen, der belegt, dass sie nicht zum ersten Mal mit einem solchen Gerät in Berührung kamen. Natürlich nahm das Projekt mehr Zeit und Geduld in Anspruch, als die jungen Näher erwartet hatten. „Verflixt, der Faden ist schon wieder abgerissen“, schimpfte etwa Hanna. „Ich brauche Hilfe. Petra, bitteee.“ Solche und ähnliche Rufe waren immer wieder zu vernehmen. Nur gut, dass Petra Buch und Rita Herbort stets zur Stelle waren, um die Kids zu unterstützen.

Es kam immer wieder vor, dass Knoten entstanden, eine zu schief geratene Naht wieder aufgetrennt werden musste oder eine Nähmaschine „muckte“. Probleme, die sich unter der fachkundigen Hilfe der beiden Expertinnen schnell lösen ließen und durch die sich der Nachwuchs nicht entmutigen ließ.

Selbstgemachtes, nicht gekauftes Shirt macht glücklich

So nähten, Isabell und Maja mit sehr viel Enthusiasmus jede ein Shirt-Kleid. Die Stoffe, so sagten sie, hätten sie sich selbst ausgesucht. „Ich freue mich darauf, wenn es fertig ist und ich es anziehen kann. Ich weiß, das Shirt ist selbst gemacht und nicht gekauft. Das ist schön“, betonte Hanna stolz.

Am Ende des Nachmittags konnte aber jedes Kind ein selbst genähtes und überwiegend farbenfrohes Kleidungsstück mit nach Hause nehmen, was auch die Eltern stolz zur Kenntnis nahmen. „Was mein Kind schon so alles nähen kann. Ich kann ja kaum einen Knopf annähen.“, gab eine der Mütter freimütig zu.

Rund ums Nähen dreht sich übrigens so einiges in Mehrgenerationenhaus Amtshaus Westen. So treffen sich im „Kreativ-Nähtreff“ alle zwei Wochen donnerstags Frauen und Männer mit Petra Buch zum Nähen und Fachsimpeln. „Die heißen Nadeln“ heißt das Angebot von Rita Herbort, das Frauen anspricht, die wöchentlich mittwochs in Gesellschaft nähen wollen. Die gegenseitige Hilfe steht im Fokus dieses Angebots. Sei es die Beratung bei der Umsetzung eines Schnittmusters oder die Begleitung bei einem Nähprojekt. Schließlich bietet das Mehrgenerationenhaus während der Öffnungszeiten allen Interessierten die Möglichkeit, die Nähstube der Einrichtung zu nutzen. Dort werden Nähmaschinen kostenlos zur Verfügung gestellt.

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