20 Minuten – Biber beisst erneut zu – Frau muss Wunde nähen

Der 8-Jährige, der am Montag in Schaffhausen von einem Biber gebissen wurde, ist nicht das einzige Opfer.[1] Noch am gleichen Abend gegen 20 Uhr stieg auch Silvia G.* an derselben Stelle am Lindli in den Rhein und schwamm gemütlich mit der Strömung in Richtung der Imbiss-Stände, als sie plötzlich einen heftigen Schlag und einen starken stechenden Schmerz am Bein verspürte. «Es war extrem und tat sehr fest weh», erzählt G.

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Sie stieg sofort aus dem Wasser und sah eine tiefe Wunde direkt unterhalb ihres Knies. «Sie klaffte richtiggehend und blutete wie verrückt, mein ganzes Bein war blutüberströmt», sagt sie. Sie habe sich nicht erklären können, was passiert sei, und habe vermutet, sich irgendwo angeschlagen zu haben. «Ich ging von einem spitzen Gegenstand aus, wusste aber nicht wo, da war nichts.»

Wunde war 1,5 Zentimeter tief und 2 Zentimeter breit

Sie habe sich darauf beim Imbiss-Stand ein Pflaster geben lassen. Bald wurde ihr aber klar, dass sie die tiefe Wunde nähen lassen musste. «Im Spital hat die Ärztin mir dann gesagt, sie sei 1,5 Zentimeter tief und 2 Zentimeter breit.» Sie sei besorgt und auch etwas schockiert gewesen, aber immer noch ratlos. «Ich wusste einfach nicht, was passiert war.»

Das änderte sich schlagartig, als sie am nächsten Tag in 20 Minuten das Bild der Biss-Spuren des 8-Jährigen sah[4]. «Meine Verletzung sieht genau gleich aus, nur dass der Biber bei mir viel stärker zugebissen hat.» Sie will nun alle Schwimmer vor dem aggressiven Tier warnen. «Am Lindli sollte man nicht mehr schwimmen gehen, das ist zu gefährlich.»

Jagdaufseher informiert am Nachmittag

Anwohner bestätigen zudem, dass es am Lindli Biber hat. Einer ist sogar überzeugt, dass es sich um ein Paar handelt. «Ich habe einen Biber beobachtet, der ein ganzes Büschel Seegras in die Röhre geschleppt hat.» Er glaubt darum, das Paar baue sich dort ein Nest.

Der Schaffhauser Jagdaufseher Andreas Vögeli und sein Team klären derzeit ab, ob tatsächlich ein Biber-Paar in der Röhre haust. Sie wollen am Nachmittag informieren.

Offenbar schon länger vor Ort

Mittlerweile hat sich ein Leserreporter gemeldet, der den Biber an der gleichen Stelle fotografieren konnte, an der auch die Biss-Vorfälle passierten: «Ich war vor etwa zwei Monaten zusammen mit meiner Freundin am Spazieren, als ich ein grosses Tier unter den Weidlingen schwimmen sah. Es gelang mir dann in letzter Sekunde, den Biber zu fotografieren.»

(ann)

Quelle:

www.20min.ch

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