Designerin mit Leidenschaft für Stoffe

Eichstätt: Designerin mit Leidenschaft für Stoffe Diese Stoffe sind alle Susanne Ida Schiegls Kreation. In ihrem Designatelier in der Eichstätter Westenstraße entwirft die 36-Jährige die Motive.

Poese

Eichstätt

Für Susanne Schiegl hat sich in den vergangenen Jahren alles auf überraschende Weise gefügt. Das bisherige Ergebnis: Die Kindertherapeutin und vierfache Mutter hat nun einen neuen Beruf als Textildesignerin, das eigene Label „Raxn“ und einen Exklusiv-Vertrag mit einer großen Stofffirma. Für die Existenzgründer-Förderung der Stadt Eichstätt hat sie sich ebenfalls beworben.

Dabei hatte die Pietenfelderin eigentlich nie geplant, Unternehmerin zu werden. Ihr Werdegang ist einer, den erst das Internet möglich macht. Am Anfang war die Beschäftigung mit Stoffen und Mode für Susanne Schiegl nur ein Hobby. In der Elternzeit, ihr zweites Kind war gerade ein Jahr alt, entdeckte die junge Mutter das Nähen für sich – „vielleicht angeregt dadurch, dass es wieder in war“, sagt sie. Denn es gibt inzwischen eine ganze Szene von „Do-It-Yourself-Mamas“, die auf eigenen Blogs – ähnlich einem öffentlichen Tagebuch im Internet – ihre selbst genähten Sachen vorzeigen und sich über Stoffe und Schnittmuster austauschen. In diesen Kosmos tauchte Schiegl schnell ein. „Die Näh-Community ist eine Welt für sich“, erzählt sie. Die Kreativen kennen sich, einige der Bloggerinnen werden zu wiedererkennbaren Marken – so lief es auch bei Susanne Schiegl.

Im Mai 2014 ging ihr eigener Blog „Raxn“ (www.raxn.de[1]) online. „Ich habe nicht mit all dem gerechnet, was danach passiert ist“, sagt die 36-Jährige rückblickend. Denn ihre Ideen, ihre Fotos und ihr individueller Stil zu nähen schlugen in der Szene mächtig ein. Der erste Beitrag auf dem Blog war kaum veröffentlicht, da kamen schon die Anfragen. Schnittmusterersteller wollten die junge Mutter probenähen lassen, kurz darauf meldeten sich Stofffirmen aus Deutschland und Finnland. Diese Art der Werbung – Bloggerinnen testen Schnitte und Stoffe und zeigen sie auf ihrer Internetseite – ist gängig. Es ist eine Win-Win-Situation, denn die leidenschaftlichen Näherinnen bekommen die Materialien dafür kostenlos. Ums Geld verdienen geht es dabei meistens nicht. Bei Susanne Schiegl war das anders. Als sie bald darauf ein paar Zeichnungen veröffentlichte, kam die Anfrage, die schließlich den Sprung in die Professionalität bedeutet hat: Eine Firma aus Hamburg schrieb, ob sie sich vorstellen könne, ihre Muster auf Stoff zu bringen.

Was dann folgte, war viel Arbeit, eine wichtige Entscheidung und die Erfüllung eines Traums.

Lesen Sie morgen mehr im EICHSTÄTTER KURIER oder schon heute Abend auf www.eichstaetterkurier.de[2].

Fußnoten:

  1. ^ www.raxn.de (www.raxn.de)
  2. ^ www.eichstaetterkurier.de (www.eichstaetterkurier.de)
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