Wachstücher nähen: Plastikfreies Frischhaltepapier selber machen

Wiederverwendbare Wachstücher sind eine gute und vor allem umweltverträgliche Alternative zu Alufolie & Co. Wir zeigen dir an Hand einer DIY-Anleitung, wie du dir deine plastikfreie Verpackung selber machen kannst.

Wachstücher statt Plastikfolie

Wachstuch – die umweltfreundliche Alternative zu Alufolie & Co

Wachstuch – die umweltfreundliche Alternative zu Alufolie & Co (Foto: Kat Bliem/utopia)

Wachstuch erfreut sich, als Alternative zu herkömmlichen Verpackungsformen, immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder – zeichnet es sich doch durch extreme Haltbarkeit aus, ist abwaschbar und dadurch wiederverwendbar. Leider handelt es sich bei der farbenfrohen Meterware, die es im Handel zu kaufen gibt, nicht selten um mit PVC beschichtetes Gewebe, das oft schädliche Weichmacher[1] enthält. Zum Glück gibt es Hersteller, die bei ihren Wachstüchern auf natürliche Inhaltsstoffe achten (z.B. online bei** Avocadostore[2]) oder du kannst Wachstuch ganz einfach selber machen und dank der natürlichen Bestandteile Lebensmittel bedenkenlos frisch halten. Die Dinge, die du dazu benötigst, hast du vermutlich sogar schon zu Hause. Stoffreste, die deinem Wachstuch einen einzigartigen Look verleihen, reines Bienenwachs, dass du zum Beispiel aus Kerzenresten gewinnen kannst und ein Bügeleisen.

Das glaubst du nicht? Na gut – wir zeigen dir, wie einfach es geht …

Wachstücher selber nähen: Das brauchst du dazu

Bienenwachs, Baumwollstoff und ein Bügeleisen – mehr brauchst du nicht, um Wachstuch selber zu machen

Bienenwachs, Baumwollstoff und ein Bügeleisen – mehr brauchst du nicht, um Wachstuch selber zu machen (Foto: Kat Bliem/utopia)

  • reinen Baumwollstoff in gewünschter Größe
  • Bienenwachs: Sehr gut eignen sich die Stummel alter Bienenwachskerzen (zum Beispiel vom Christbaum) – oder du kaufst das Bienenwachs als Granulat in Honig- oder Reformgeschäften (oder online bei** Amazon[3]). Du kannst natürlich auch bei einem Imker[4] in deiner Region nachfragen, ob er Bienenwachsgranulat anbietet.
  • oder Carnaubawachs: Das Wachs der Carnaubapalme eignet sich bei der Herstellung deines Wachstums als vegane Alternative zum Bienenwachs.
  • zwei Bögen Backpapier
  • eine Schere
  • Bügeleisen

Selbst gemachte Wachstücher – eine Anleitung

Kerzenreste aus Bienenwachs lassen sich wunderbar wiederverwerten

Kerzenreste aus Bienenwachs lassen sich wunderbar wiederverwerten (Foto: Kat Bliem/ utopia)

  1. Baumwollstoff zuschneiden: Zuerst schneidest du den Baumwollstoff auf die von dir gewünschte Größe zu. Anschließend legst du ihn auf das ausgelegte Backpapier. Das Backpapier verhindert, dass das überschüssige, geschmolzene Wachs auf den Tisch sickert und mühsam zu entfernende Wachsflecken zurück lässt.
  2. Bienenwachs verteilen: Hast du ein größeres Stück Bienenwachs zur Verfügung – zum Beispiel alte Kerzenstummel –, dann nimm die Käsereibe und reibe das Wachs wie ein Stück Parmesan. Verteile es anschließend gleichmäßig auf dem Stück Stoff. Verwendest du Bienenwachs-Granulat, dann sparst du dir das Reiben und verteilst es einfach nur sorgfältig.
  3. Bienenwachs mit dem Bügeleisen schmelzen: Als nächstes nimmst du den zweiten Bogen Backpapier und legst ihn auf das Stück Stoff. Bügle mit dem heißen Bügeleisen vorsichtig darüber, bis das Wachs geschmolzen ist und sich gleichmäßig verteilt hat. Bevor du die Backpaperbögen abziehst, warte kurz, bis das Wachs abgekühlt ist – sonst verbrennst du dir leicht die Finger.
  4. Fertig! Nun kannst du nach Lust und Laune deine Lebensmittel plastikfrei und ohne gesundheitsschädlichen Weichmachern verpacken.

Weiter lesen auf utopia.de:

Quelle:

utopia.de

Fußnoten:

  1. ^ Weichmacher (utopia.de)
  2. ^ Avocadostore (www.avocadostore.at)
  3. ^ Amazon (www.amazon.de)
  4. ^ Imker (utopia.de)
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