Demenz +++Plus Wissenstest zum Thema

Menschen, Ereignisse, Kenntnisse verschwimmen und werden dann ganz ausgelöscht, wenn Demenz von einem Menschen Besitz ergreift. − F.: dpa

Menschen, Ereignisse, Kenntnisse verschwimmen und werden dann ganz ausgelöscht, wenn Demenz von einem Menschen Besitz ergreift. − F.: dpa

Menschen, Ereignisse, Kenntnisse verschwimmen und werden dann ganz ausgelöscht, wenn Demenz von einem Menschen Besitz ergreift. − F.: dpa

Es begann mit Kleinigkeiten. Der Unlust, auf Wanderungen mitzugehen, wenn diese zu weit entfernt vom Zuhause waren. Einer falsch eingeschalteten Herdplatte. Und dem scheinbar plötzlichen Unvermögen, die Nähmaschine zu bedienen – obwohl seine Frau gelernte Schneiderin ist.

Seinen richtigen Namen will der 79-Jährige nicht in der Zeitung lesen. Auch nicht den seiner Frau. Nennen wir ihn Helmut Maier. Nennen wir sie Helga. Helga, 81, sitzt auf der Couch im Esszimmer der kleinen Wohnung in Passau. Sie wippt mit den Beinen, fährt sich mit der Hand übers Gesicht. Die kurzen silbernen Haare sind sauber gekämmt. Ihr Mann hat das für sie gemacht. So wie jeden Tag in den letzten Jahren. So, wie er ihr auch beim Waschen geholfen hat. Beim Zähneputzen. Und beim Anziehen.

Helga leidet unter Demenz. Sie ist eine von geschätzt 1,6 Millionen Betroffenen, die derzeit mit dieser Krankheit in Deutschland leben. Jährlich treten etwa 300.000 Neuerkrankungen auf. Weil die Menschen immer älter werden, steigt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich an. Im Jahr 2050 werden etwa drei Millionen Menschen von Demenz betroffen sein, rechnen Experten vor. Das entspricht einem durchschnittlichen Anstieg von mehr als 100 Fällen pro Tag.

Als Helga eines Tages ratlos vor der Nähmaschine saß, im Jahr 2013 war das, wusste Helmut, dass etwas nicht stimmt. Er ging mit seiner Frau zum Hausarzt und erzählte ihm von seinen Beobachtungen. Der Hausarzt verwies das Ehepaar an einen Neurologen. Der untersuchte Helga, machte eine Computertomographie und stellte die Diagnose: Demenz. Er verschrieb ihr Medikamente, die das Fortschreiten der Erkrankung bremsen sollen. Heilen, das mussten Helga und Helmut erfahren, lässt sich die Krankheit nicht.

Der Begriff „Demenz“ (lat. dementia) bedeutet sinngemäß „ohne Geist“. Definiert sind Demenzerkrankungen durch einen Abbau geistiger Funktionen, die dazu führen, dass Alltagskompetenzen mit der Zeit verloren gehen.

Zwei Drittel der Erkrankten sind älter als 80, fast 70 Prozent sind Frauen. Das liegt vor allem daran, dass Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer. Weniger als zwei Prozent der Erkrankten sind jünger als 65.

Helmut hat viel gelernt in den letzten Jahren. Er schmeißt jetzt den kompletten Haushalt. Früher hat das alles seine Frau gemacht. „Es gab ja nie einen Grund, mich da einzumischen“, sagt er. Und lacht. Helmut lacht viel. Er hat seine Lebensfreude durch die Krankheit seiner Frau nicht verloren.

Mehr dazu lesen Sie in der Montagsausgabe Ihrer Heimatzeitung auf Seite Drei (Online-Kiosk[1]) oder als registrierter Abonnent hier[2].

Quelle:

www.pnp.de

Fußnoten:

  1. ^ Online-Kiosk (www.pnp.de)
  2. ^ hier (plus.pnp.de)
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