Heike Faber von der Nähbar ist jetzt IHK-„Zukunftshändlerin“ – Höchstadt

Ein Dorade für Nähbegeisterte mitten in Herzogenaurach – vor 1 Stunde

„Zukunftshändlerin“ Heike Faber mit ihrer Nähschülerin Sarah im Laden.

„Zukunftshändlerin“ Heike Faber mit ihrer Nähschülerin Sarah im Laden. © Foto: Ralf Rödel


Beinah unmittelbar nach der Mittagspause betritt die neunjährige Drittklässlerin Sarah den Geschäftsraum. Flankiert wird das blond-bezopfte Mädel von Mutter und Oma. „Schau mal, Heike, ich habe den Stoff gleich mitgebracht“, ruft sie von der Tür aus begeistert der Ladenbesitzerin zu. Nach einer Vorlage will sie mit eigener, individueller Stoffauswahl eine etwa 40 x 40 Zentimeter große Stofftasche schneidern.

„Sarah hat schon im Hort angefangen, Taschen zu nähen“, erinnert sich Mutter Marion Strupf. Da wurde auch dem jüngeren Bruder per Hand ein Robin-Hood-Kostüm genäht. Nun soll eine der fünf hochwertigen Juki-Nähmaschinen in der „Nähbar“ zum Einsatz kommen.

„Viele finden es hier total beruhigend, fast wie Yoga“, berichtet Zukunftshändlerin Heike Faber, während sie ihrer jungen Kursteilnehmerin beim Tasche-Schneidern ebenso fachkundig wie unauffällig assistiert.

Bevor es aber so richtig mit dem Nähen losgeht, soll Sarah am Bügelbrett beim Schaufenster die einzelnen Stoffteile glätten. Was sie mit sichtlicher Zufriedenheit tut.

Zuvor hatte Heike Faber auf dem schwarz-weißen Karo-Stoff mit gelber Kreide das Schnittmuster aufgezeichnet und anschließend mit der Schere geschnitten. „Ich orientiere mich hier am Muster, das soll ja nicht komplett schief werden.“

Für den Taschenboden wurde ein beige-melierter Mischstoff aus Wolle und Elastan ausgewählt. „Der Boden ist etwas länger, da kannst du eine Thermoskanne oder Bücher reinstellen“, erklärt Faber ihrer Nähschülerin. Und warnt im nächsten Moment ihre Schülerin: „Vorsicht, da sind Nadeln drin, da musst du aufpassen, dass wir uns nicht piksen.“ Nur wenige Minuten später setzt Sarah an der Maschine ihre erste Naht. Nicht alle ihre Kunden besuchen einen der bis zu sieben Kurse oder treffen ihre Auswahl unter der unübersehbaren Vielfalt von Stoffballen im Geschäft. Seit mindestens zwei Jahren besonders beliebt: rote, blaue oder graue Baumwollstoffe mit Sternenmuster.

Andere Kunden treffen ihre Auswahl unter der offerierten Woll-Vielfalt — von Cottina bis Calypso reicht Fabers Sortiment für Strick-Fans.

Manche Frauen kommen nur zum Quatschen und Ratschen, und nehmen mit einer Tasse Cappuccino oder Kaffee auf einem der drei Hocker an der Ladentheke Platz. Andere machen es sich auf dem gemütlichen Sofa in der Ladenmitte bequem. Auf der Kreidetafel im Hintergrund die Preisliste dieses Mini-Bistros.

Bewertet wurde von der Jury auch der „Multichannel“-Charakter der „Nähbar“. Will heißen: Es gibt eben nicht nur den örtlichen Laden am Kirchenplatz in Herzogenaurach, sondern auch den Online-Handel.

Heike Faber hat nicht nur eine kleine eigene Kollektion mit Kindermode. Sie erledigt auch Auftragsarbeiten wie (Handy)Taschen oder Filz-Etuis, belieferte schon eine Start-up-Firma. Zum besonderen Einkaufserlebnis will sie immer einen Mehrwert bieten.

Ihr Handwerk dafür hat Heike Faber von der Picke auf gelernt: als Damenschneiderin, Schnittdirektrice bei Puma und Diplomingenieurin. Sie wollte aber keine Karriere machen und alle zwei Jahre umziehen müssen und wählte stattdessen lieber die heimatnahe Familienperspektive. Mit Ehemann und zwei Jungs.

Ihr Credo als Händlerin: „Ich habe hier viele Biostoffe und viel Regionales.“ Vereinzelt waren in ihren Kursen auch schon Jungs, aber bisher nur ein einziger Mann. „Die kaufen lieber Gutscheine.“

Mehr unter www.dienaehbar.de[1] 

FRANK HEIDLER

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Fußnoten:

  1. ^ www.dienaehbar.de (www.dienaehbar.de)
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